AschheiMuseum

Archäologie - Geschichte - Heimat

Geschichte des Museums


1984
beschloss der Gemeinderat auf Anregung des damals gerade gewählten ersten Bürgermeisters Helmut J. Englmann einstimmig eine heimatgeschichtliche Sammlung aufzubauen.

Dabei spielten drei Leitlinien eine Rolle: die Geschichte und Archäologie der beiden zur Gemeinde Aschheim gehörigen Orte – Aschheim und Dornach – zu erforschen, den Bürgern und Besuchern aufzubereiten und nachvollziehbar zu machen sowie die historisch-archäologischen Zeugnisse zu sammeln und zu bewahren.

1987 eröffnete die durch den Historiker Reinhard Riepertinger in Zusammenarbeit mit Frau Sigrid Osterkorn aufgebaute Geschichtlich-heimatkundliche Sammlung.

Die Ausstellung war noch deutlich kleiner als heute und befand sich im Dachgeschoß des Bodermo-Hauses an der Ismaninger Straße.

Die Geschichtlich-heimatkundliche Sammlung im Dachgeschoß des Bodermo-Hauses an der Ismaninger Straße von 1987-1992.

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1992 erfolgte ein Umzug der Sammlung in die Kellerräume des damals neu geschaffenen Kulturellen Gebäudes im ehemaligen Summererhof an der Münchner Straße.

Hier begann nun das bis heute erfolgreiche Konzept, die Öffnungszeiten der Sammlung denjenigen der Bücherei anzugleichen und einen Zugang durch dieselbe zu ermöglichen.

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Blick in die erste Ausstellung im Keller des damals neuen Kulturellen Gebäudes 1992.

 1994 wurden in Dornach große Gewerbegebietsflächen freigelegt, auf denen die Relikte einer keltischen Siedlung ausgegraben werden konnten. Darunter befand sich auch das prominenteste Stück des AschheiMuseums, eine bronzene Statuette der Göttin Athene/Minerva.

Statuette im Zustand kurz nach der Auffindung 1994. Sie wurde in der Verfüllung eines keltischen Brunnens aus der Zeit um 100 v. Chr. gefunden.

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1997/98
fanden die Ausgrabungsarbeiten am großen frühmittelalterlichen Gräberfeld von Aschheim-Bajuwarenring statt. Damit bahnte sich ein erheblicher Zuwachs an Exponaten an.

Die Sammlungsleitung ging 1998 von Herrn Riepertinger auf den Historiker Michael Volpert über.

2000 beschloss man die Restaurierung der frühmittelalterlichen Grabfunde im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit den Restaurierungswerkstätten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Dabei stellte das Landesamt die Werkstätten, Arbeitsmittel und die fachliche Beratung zur Verfügung, während die Gemeinde die Finanzierung einer/s Restaurators/in für dieses Projekt übernahm. In dieser Form erstmalig durchgeführt, besitzt diese Kooperation inzwischen Modellcharakter auch für andere Gemeinden.

2000/2001 Neuaufstellung der Ausstellung in den archäologischen Bereichen von der Jungsteinzeit bis ins frühe Mittelalter.

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Blick in die Ausstellung der Geschichtlich-heimatundlichen Sammlung, wie sie sich zwischen 2000 und 2014 präsentierte.

2004 Die Sammlungsleitung ging von Herrn Volpert auf das Archäologinnenteam von Frau Doris Gutsmiedl und Anja Pütz über. Seit 2006 obliegt die Betreuung Frau Pütz alleine.

2005 stirbt der langjährige Bauhofmitarbeiter und Ehrenarchäologe Toni Pettera, der die Sammlung von Anfang an mit unterstützt, kreative Ideen und handwerkliches Können mit eingebracht hat und stets zur Stelle war.

Toni Pettera - Aschheims Ehrenarchäologe - 1996 bei den Ausgrabungsarbeiten am Heimstettner Weg.

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2010
wurde die Abteilung Römer in Aschheim überarbeitet und neu präsentiert.

Im Februar 2014 schloß die Geschichtlich-heimatkundliche Sammlung ihre Türen. Die Ausstellung wurde komplett ausgeräumt. Durch das Freiwerden von Räumlichkeiten bot sich eine Erweiterung der Ausstellungsfläche an. Im Zuge dieser baulichen Veränderungen wurde auch das inhaltliche Konzept und die Gestaltung der Ausstellung komplett erneuert. Dies übernahm Frau Pütz gemeinsam mit dem freiberuflichen Archäologen Hans-Peter Volpert. In diesem Zusammenhang beschloss der Gemeinderat auch eine Umbenennung der Sammlung.

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Für die Erweiterung und Neugestaltung waren Durchbruch- und Abbrucharbeiten nötig. Baustelle im Sommer 2014.


Am 8. Mai 2015 konnte das AschheiMuseum - erweitert und erneuert - wieder eröffnen.

 

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