AschheiMuseum

Archäologie - Geschichte - Heimat

Jahresrückblick - Museum 2018


Vortragsreihe im Winter 2017/18:

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22.12.  – Aschheim und die Pest im frühen Mittelalter

Dr. des. Anja Pütz vom AschheiMuseum und Dr. Michaela Harbeck von der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie führten ein in die Situation und Bedeutung Aschheims zur Zeit der Bajuwaren. Da hier auf dem Gräberfeld am Bajuwarenring an Skeletten des 6. Jahrhunderts bayernweit der erst Pestnachweis für diese Epoche gelang, erläuterte Frau Harbeck die Herkunft und Ausbreitung dieser Epidemie, ihre Übertragungswege und Mechanismen des Verbleibens sowie die Wege auf denen sie nach Aschheim gelangt sein könnte.

 

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26.1. – Keltische Kunst und ihre Spuren in Aschheim und Dornach

Dr. Jennifer Bagley vom Bajuwarenhof Kirchheim hat sich über keltische Kunst promoviert und bot aus ihrem Wissensschatz einen fundierten Einblick in die Entwicklung, die Eigenheiten und Besonderheiten dieser Epoche. Dabei wurden die Aschheimer und Dornacher Funde speziell betrachtet und in den Kontext dieser Bildsprache eingeordnet.

 

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9.2. – Harte Zeiten für Jedermann... die Steinzeit in Süddeutschland

Dr. Robert Graf vom Museum Essenbach ist spezialisiert auf lebendige Vermittlung von Techniken der Steinzeit. Er führte ein in die lange Geschichte der Steinzeit und erklärte warum es in Aschheim wohl kaum möglich sein wird Funde aus der Alt- und Mittelsteinzeit zu tätigen, selbst wenn hier Menschen gelebt haben sollten. Im Anschluss an seinen Vortrag präsentierte er die Technik des Steinschlagens und der Zurichtung einer Pfeilspitze.


Alle drei Vorträge waren sehr gut besucht und fanden großen Anklang. Im Sommer 2019 wird es daher wieder eine kleine Vortragreihe geben! Unter dem Motto "Essen und Trinken in Vor- und Frühgeschichtlicher Zeit" veranstaltet das AschheiMuseum gemeinsam mit dem Bajuwarenhof Kirchheim eine Veranstaltungsreihe von Mai bis September. Näheres wird noch bekannt gegeben!

 

Museum Unterwegs

 

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Paleolithic Festival Jeongok, Südkorea

Anfang Mai war das AschheiMuseum zum großen Steinzeit-Festival in Jeongok in Südkorea eingeladen. Jedes Jahr finden dort, am Fundort der ältesten Zeugnisse menschlicher Hinterlassenschaften Koreas, ein großes Museumsfest und ein internationales Treffen von Museumsleuten statt. Hier konnten das AschheiMuseum und der Bajuwarenhof Kirchheim vorgestellt werden. Es ging darum die Stärken der Museen aufzuzeigen, die Angebote zur Vermittlung des kulturellen Erbes und die Aufgaben als außerschulische Bildungsorte zu präsentieren.

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In diesem Zusammenhang stand auch die Teilnahme am Museumsfest: Gemeinsam mit Dr. Robert Graf vom Museum Essenbach galt es Kindern die Herstellungsprozesse und die Funktionalität eines steinzeitlichen Messers nahezubringen indem sie selber eines herstellen durften!

Der internationale Austausch unter Museumsleuten und die Erfahrungen in Korea waren ein wertvoller Gewinn für das AschheiMuseum.

 

 

Besucher und Veranstaltungen

 

Besucherzahlen und Besuchergruppen

Von Januar bis Dezember 2018 waren insgesamt 1024 Besucher im AschheiMuseum zu zählen.

Der Kindergarten an der Watzmannstraße, die dritten Klassen der Keltengrundschule Aschheim, und zwei vierte Klassen der Grundschule Lengdorf (Lkr. Erding) waren 2018 im Museum zu Gast.

 

Ein Besuch im Museum gehörte mit in das Programm der Gäste aus unseren Partnergemeinden Mougins, Jedovnice und Leros. Der Besuch aus Leros war dieses Jahr ein ganzbesonderer: gemeinsam mit Michalis Kolias (1. Bürgermeister von Leros), Vasilios Merambeliotis (Gemeinderat und Leiter der Technischen Abteilung) und Nektarios Billis (Gemeinderat und Direktor der Hafenverwaltung von Leros) kamen auch die beiden hohen Geistlichen Stefanos Kates (Bischof von Stratonikia) und der Metropolit Paisios von Leros, Kalymnos und Astypalea. Gemeinsam mit unseren beiden Pfarrern, dem Erzpriester der orthodoxen Kirche in München Apostolos Malamoussis, erstem Bürgermeister Thomas Glashauser und einer Delegation der Gemeindeverwaltung sowie des Leros Komitees besuchten wir am nächsten Tag Regensburg - auf den Spuren des heiligen Emmeram!

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Von der Uni Augsburg bekam das AschheiMuseum zwei mal Besuch: Im Rahmen eines Kurses zu Konzepten musealer Vermittlung des Studienfachs Europäische Kulturgeschichte wurden der Bajuwarenhof Kirchheim und das AschheiMuseum als Teil ihrer Exkursion zu Museen einbezogen. Im Rahmen einer Lehrveranstaltung zu Museumsmanagement kamen Studenten der klassischen Archäologie ebenfalls in der Kombination mit dem Bajuwarenhof ins AschheiMuseum.

Ein Teil des zweitägigen Kurses „Einführung in die archäologische Methodik“ der Bayerischen Museumsakademie fand am 29. Juni im AschheiMuseum statt. Hier konnten die Teilnehmer vor Ort etwas über den Aufbau einer Sammlung und die museale Präsentation in einem Museum erfahren und eigene Eindrücke aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Art und Weise der Präsentation gewinnen.

 Im Rahmen der fachwissenschaftlichen Kurse der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik der Bayerischen Akademie der Wissenschaften besuchte eine Gruppe von Nachwuchswissenschaftlern mit dem Kurs von Dr. Philip von Rummel (DAI Berlin) und Dr. Roland Steinacher (Uni Innsbruck) das AschheiMuseum. Sie empfanden es als idealen Ort um über das Zusammenspiel und die Probleme von schriftlicher Überlieferung und archäologischer Methodik diskutieren zu können.

 

Tag des offenen Denkmals 2018

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Der Tag des offenen Denkmals am 9.9.2018 stand dieses Jahr unter dem Motto "Entdecken was uns verbindet". Die Moosrandregion in der Münchner Schotterebene verbindet die Geschichte des Kartoffelanbaus und des daraus gewonnenen Alkohols. Seit dem sich Ende des 19. Jahrhunderts immer mehr Bauern zu Genossenschaften zusammengetan und eigene Brennereien gründeten entstand hier eine neue Wirtschaftsstruktur, der mit dem Ende des Branntweinmonopols spätestens 2017 sein Ende fand.

Daher stand der diesjährige Tag des offenen Denkmals in Aschheim unter dem Motto der Brennereien. So war die alte Brennerei in Aschheim - heute eine moderne Destillierie von Genussalkohol ("The Duke") mit einer kleinen Ausstellung zur Geschichte der Brennereien und Führungen durch die Destille geöffnet. Eine neue Brennerei hat sich in den letzten Jahren im alten Meßmerhof niedergelassen ("Ascaim"). Der Tradition edler Obstbrände haben sich zwei Brüder verschrieben, die in der kleinen Manufaktur zeigen konnten, was man aus edlen Rohstoffen alles gewinnen kann.
Zwei Führungen im AschheiMuseum, die ebenfalls das Thema der Brennereien im Besonderen berücksichtigten wurden ebenfalls angeboten und von den Besuchern gut angenommen.

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Die Vorführung von Peter Stillings extra für diesen Anlass fertig gestellten Films über "Aschheim und seine Brennereien" bei warmen Spätsommerwetter, draußen vor der alten Brennerei war der gelungene Abschluss des gut besuchten Denkmaltags!


Filmvorführungen im Kulturellen Gebäude ("Kulti")

DIe Präsentationen der mit viel Liebe, Orts- und Sachkenntnis zusammengestellten Dokumentarfilme von Peter Stilling, dem privaten Aschheimer Ortschronisten der jüngeren Geschichte des Ortes, erfreuen sich immer reger Beliebtheit.

So war es auch am 18. März 2018 als Peter in Kooperation mit dem AschheiMuseum und der Freiwilligen Feuerwehr Aschheim den Film über den ersten seit 1907 wieder aufgestellten Maibaum in Aschheim aus dem Jahr 1972 zeigte. Der Film über den Maibaum und die im Folgejahr stattgefundene Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr war ein Teil des Programms rund um die Maibaumwache und die Neuaufstellung des Aschheimer Maibaums 2018!
Die Bewirtung und das Schauprogramm mit alten Fahrzeugen übernahm dankenswerterweise die Freiwillige Feuerwehr Aschheim.

Zum Auftakt des Schäfflerjahrs 2019 hatte Peter eine sehr sehenswerte Zusammenstellung der Entwicklung des Schäfflertanzes und der Aschheimer Schäffler präsentiert. Die Vorführung am 28.10.2018 erfolgte in Kooperation mit dem AschheiMuseum, den Aschheimer Schäfflern und dem Leros Komitee des Gemeindepartnerschaftsvereins. Schäffler und Leroskomitee übernahmen - großer Dank! - die Bewirtung.

 

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Der Eintritt bei den Filmvorführungen ist frei - freiwillige Spenden kommen immer sozialen Zwecken zugute. Beim Schäfflerfilm wurde für die "Frauen ohne Grenzen" gesammelt. Das ist ein Verein sozial engagierter Frauen auf der griechischen Partnerinsel von Aschheim - Leros - die sich um arme Familien und Menschen in sozialen Schwierigkeiten auf der Insel kümmert.
Die Spenden der Aschheimer wurden ergänzt durch die Einnahmen der Bewirtung, einer Spende der Kreissparkasse in Aschheim und einer großzügigen Spende von Maria Nömayr aus Gilching! Insgesamt kamen 2.860 € zusammen. Allen Spendern ein herzliches Dankeschön - das Geld ist auf Leros angekommen. Dort wird es eingesetzt um eine krebskranke Frau zu unterstützen ihre nötigen Behandlungen wahrnehmen zu können sowie armen Familien jeweils ein kleines Weihnachtsgeschenk möglich zu machen!

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