AschheiMuseum

Archäologie - Geschichte - Heimat

Archäologische Ausgrabungen 2019


Industriestraße

Aufgrund der Nähe zu bereits früher festgestellten frühmittelalterlichen Siedlungsstrukturen südlich der Fläche, wurde hier von Seiten des Landesamts für Denkmalpflege eine archäologische Begleitung des Oberbodenabzugs beauflagt. Wie sich herausstellte, liegt die Fläche bereits zu weit nördlich im ehemaligen Moosbereich, in dem man – nach heutiger Erkenntnis – in unserem Gebiet nicht mehr siedelte. Archäologische Befunde waren nicht festzustellen.

 

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Neue Turnhalle Keltengrundschule

Auf dem Grüngelände gegenüber dem Eingang der Keltengrundschule entsteht die neue Turnhalle der Schule. Nördlich davon werden die Außenbereiche neu gestaltet. Hier fanden sich die dunkel verfüllten Reste mehrerer Gräbchen, die vermutlich ehemalige Begrenzungen anzeigen. Einige Gruben und das Skelett eines Pferdes dürften ebenso wie die Gräbchen aus der frühen römischen Kaiserzeit (1. Jahrhundert) stammen.

 


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Gewerbegebiet Südost/ Nördlich Widhopf

Im Vorfeld der Erschließung einer neuen Gewerbeansiedlung konnten auf der ca. 1,6 ha großen Fläche neben einigen Pfostenspuren auch 11 Brandgräber aus der frühen Eisenzeit (ca. 800-450 v. Chr.) geborgen werden. Die Toten wurden zu dieser Zeit verbrannt, der Leichenbrand ausgelesen und teilweise in verzierten Urnengefäßen beigesetzt. Weitere Gefäße dienten als Grabbeigaben.

 


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Sudetenstraße 2 und 4

Aufgrund der Nähe zu den direkt nördlich ausgegrabenen Siedlungsbefunden der spätkeltischen Zeit wurde das Grundstück archäologisch Beauflagt. Nach dem Abzug des Oberbodens fanden sich hier allerdings keine archäologischen Befunde.

 



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Ismaninger Straße 5

Im Innenhof des alten Meßmerhofs wurden Leitungen neu verlegt. Hierbei waren im Bereich der Leitungsgräben mehrere Gruben und Pfostengruben angeschnitten worden. Wenige Scherben belegen eine neuzeitliche Zeitstellung (15.- 18. Jahrhundert). Andere Befunde waren nicht datierbar.

Gerade in diesen kirchennahen Bereichen der Ortsmitte gilt es aufzupassen, denn hier sind noch Spuren älterer Bebauung zu finden, die teilweise bis in das frühe Mittelalter (6./7. Jahrhundert) und älter zurückreichen.

 


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Tannenstraße/ Ecke Eichenstraße (Friedhofsweg)

Der Gemeindefriedhof bekam einen neuen Zugang von Norden her. Im Vorfeld wurde der Abzug des Oberbodens archäologisch begleitet, da im neu angelegten Bereich des Friedhofs frührömische Siedlungsstrukturen freigelegt wurden. Im Wegebereich wurde ein breiteres Zaun- oder Drainagegräbchen geschnitten. Die Zeitstellung bleibt allerdings unklar.  

 


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Südlich der Klausner Straße

Aktuell wird im Aschheimer Gewerbegebiet Südost im Vorfeld der hier entstehenden Gewerbeansiedlung auf einer Fläche von 8 ha ausgegraben. Auf der Fläche liegen mehrere Hausgrundrisse einer frühbronzezeitlichen Siedlung (ca. 2200-1700 v. Chr.) sowie vielleicht auch Befunde, die zu einem etwas südlicher liegenden römischen Landgut gehören. Die Grabung hat im Oktober 2019 begonnen.

 


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Dornach – Bypass Einsteinring

Unterhalb der neuen Einschleifung von der Erdinger Landstraße in den Einsteinring waren mehrere dunkel verfärbte Befunde zu erkennen. Dabei handelte es sich allerdings großteils um moderne Störungen des Bodens. Lediglich ein paar Pfostengruben und zwei Grabenabschnitte dürften eisenzeitlich (wohl zwischen 700-150 v. Chr.) datieren. Denn diese lassen sich im Plan nahtlos an Befunde der Ausgrabungen aus dem Jahr 1994 anknüpfen!


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Dornach – Karl-Hammerschmidt/ Ecke Dywidagstraße

Auf der bereits weitgehend durch moderne Eingriffe gestörten Fläche konnten zwischen Betonresten auch noch einige Befunde einer bronze- bis eisenzeitlichen Siedlung dokumentiert werden. Größere oder aussagekräftige Befunde sind allerdings nicht mehr erhalten geblieben. Wichtig ist diese Information dennoch: sie zeigt, dass sich die Siedlung östlich der Erdinger Landstraße vermutlich bis in diese Bereiche nach Westen zog.


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