AschheiMuseum

Archäologie - Geschichte - Heimat

Archäologische Ausgrabungen 2018


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Buchenstraße/ Ecke Herdweg

Auf dem relativ großen Eckgrundstück konnten im Vorfeld der Bebauung Siedlungsspuren aus der Bronzezeit, ein Brunnen und einige Gruben festgestellt werden. Weiterhin lassen einige Pfostengruben am Ostrand des Grundstücks einen frühmittelalterlichen Hausgrundriss vermuten. Frühmittelalterliche Siedlungsbefunde sind vom Birkenweg bekannt, wo 1995 auch ein Tuffsteinbrunnen ausgegraben werden konnte.


Buchenstraße 4

Weiter in der Buchenstraße konnte ein Einfamilienhausgrundstück beobachtet werden. Auf der relativ kleinen Fläche waren keine Siedlungsbefunde festzustellen.


Verlängerte Eichenstraße

Westlich der verlängerten Eichenstraße wurde ein neuer Rodelhügel aufgebaut. Da hierfür der Bodenunterbau ausgetauscht werden musste, ergab sich die Chance in diesem Bereich großflächig unter den Oberboden zu schauen. Bis auf einen kleinen Abschnitt eines kleinen Grabens – vermutlich eines Drainagegrabens – unbekannter Zeitstellung war das Gelände ohne archäologische Befunde.


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Dornach, Mooswiesen-/ Pointweg

Der Ausbau und die Verbreiterung des Mooswiesen- sowie des Pointwegs in Dornach veranlasste auch hier eine archäologische Untersuchung. Im Bereich des Pointwegs konnten dabei zwei Gräber aus der keltischen Zeit (ca. 350-250 v. Chr.) aufgedeckt werden. Durch eines der beiden war bereits in früherer Zeit die Stromleitung gelegt worden – ein Teil seines Schädels wurde dadurch zerstört. Daneben bezeugten einige Siedlungsspuren und zwei Brunnen derselben Zeitstellung die Fortsetzung der keltischen Siedlung, deren Zeugnisse im Bereich des Kernwegs 2014 ausgegraben wurden.


K1024_Flur287_Stefan.JPG(c) Stefan Kluthe

Südlich der Klausnerstraße I

Westlich des Rechenzentrums war eine etwa 10 000 m² große Fläche zu untersuchen, auf der sich die bereits 2014 im Bereich des Rechenzentrums beobachtete, frühbronzezeitliche (2200-1800 v. Chr.) Siedlung fortsetzte. Überraschend trat eine kleine Gruppe aus sechs Bestattungen dieser Zeitperiode zutage. Leider waren die meisten Gräber gestört – das bedeutet bereits kurz nach ihrer Bestattung haben sich damalige Menschen die Grabbeigaben wieder geholt.


K1024_DSC09765.JPG(c) Stefan Kluthe

Südlich der Klausnerstraße II

Östlich des bestehenden Bauma-Parkplatzes wird die Parkplatzfläche aktuell vergrößert. Auf dem ca. 30 000 m² großen Areal setzten sich die bereits 2012 im Bereich des Bauma Parkplatzes freigelegten Gräber der mittleren und späten Bronzezeit (1800-900 v. Chr.) fort. Drei weitere Kreisgräben – wahrscheinlich Spuren ehemaliger Hügel über den Gräbern – konnten dokumentiert werden. Im östlichen Teil der Fläche beginnt mit wenigen Pfostengruben bzw. einem Hausgrundriss die frühbronzezeitliche Siedlung, deren weitere Spuren in der Nachbarfläche (siehe Klausnerstr. I) zu erfassen waren.


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Südlich der Theodor-Fontane-Straße

Auf einem größeren Grundstück westlich des Edeka Marktes an der Theodor-Fontane-Straße entsteht ein neuer Gewerbebau. Im Vorfeld wurde hier ebenfalls archäologisch untersucht. Bis auf eine kleinere, undatierte Grube blieb das Gelände befundfrei.


Rewe_02Leicht.jpg(c) Büro f. Arch. Anzenberger+Leicht

Östlich Feldkirchner Straße (neuer Rewe-Markt)

Auf der Fläche des inzwischen eröffneten, neuen Rewemarktes am südlichen Ortseingang von Aschheim waren neben einigen Verfärbungen, die von Bombenangriffen des zweiten Weltkriegs stammten, auch wenige Siedlungsspuren sowie zwei Gräber aus dem Ende der Jungsteinzeit (2600/2500-2200 v. Chr.) zu finden. Leider waren beide Gräber über die Zeit schon deutlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Lediglich ein Grab war in typischer Hockerstellung erhalten, im anderen fand sich nur noch ein Teil des typischen Grabgefäßes dieser Zeit – ein stark verzierter so genannten Glockenbecher aus Keramik.


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Radebergerstraße Südteil

Im Südteil der neu bebauten Grundstücke an der Radebergerstraße waren zwar nur spärliche Siedlungsreste aufzudecken, dafür aber eine kleine Grabgruppe, bestehend aus sechs Gräbern der spätrömischen Zeit, genauer des 4. Jahrhunderts nach Christus. Vermutlich gehörten sie zu dem bereits 2006 am Heimstettner Weg ausgegrabenen ländlichen Gehöft. Bislang war nicht klar, dass dieses bis ins 4. Jahrhundert besiedelt blieb.


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Radebergerstraße Nordteil

So spärlich die Siedlungsfunde im Südteil der Radebergerstraße, so massiv setzten die Befunde im nördlichen Bereich ein. Hier fanden sich mehrere Brunnen, Hausgrundrisse und Grubenhäuser sowohl der keltischen Zeit (ca. 350-150 v. Chr.) wie auch des frühen Mittelalters. Gemeinsam mit den Erkenntnissen aus älteren Grabungen in und um die Alpenstraße lässt sich hier feststellen, dass in diesem Bereich die südliche Grenze des Aschheims lag, welches 756 n. Chr. erstmals schriftlich mit diesem Namen genannt wird.


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Dornach, Salmdorferstraße 14

Im Vorfeld des Baus einen neuen Einfamilienhauses in der Salmdorferstraße in Dornach konnte nahe der östlichen Grundstücksgrenze ein einzelnes Grab freigelegt und archäologisch untersucht werden. Es handelte sich aufgrund der beiden eisernen Gewandspangen um ein keltisches Frauengrab der Zeit um etwa 250-100 v. Chr.


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Tannen-/ Eichenstraße

Der Ausbau der Tannen- und Eichenstraße mitsamt der Anlage neuer Stellfläche im und neben der Straßentrassen wurde archäologisch begleitet. Ähnlich wie im Bereich des Rodelhügels konnte ein Stück eines schmalen Grabens unbekannter Zeitstellung beobachtet werden, ansonsten waren die Straßentrassen befundfrei.


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Feldkirchner Str. 21

Für einen Anbau an ein bestehendes Haus wurden Streifenfundamente ausgehoben. Diese Maßnahme wurde archäologisch begleitet,  da Ausgrabungen auf Nachbargrundstücken gezeigt hatten, dass in diesem Bereich Aschheims die Befunddichte der frühmittelalterlichen Siedlung sehr hoch ist. So auch hier: in einem 5 m langen Streifen mit 40 cm Breite traten ein Gräbchenabschnitt und drei Pfostengruben ehemaliger - wohl frühmittelalterlicher - Holzbebauung zutage! Ein wichtiges Indiz für die Ausdehnung und Intensität der Besiedlung des bajuwarischen Aschheim.

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